Warenbeschaffung und Warenabsatz

Shěnyáng Mukden Shengjing Fengtian

Ansichtskarte Shěnyáng (chinesisch 瀋陽市 / 沈阳市) liegt im Nordosten der Volksrepublik China und ist die Hauptstadt der Provinz Liaoning.
Es ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Nordostchinas. Im europäischen Schrifttum ist die Stadt auch unter dem Namen Mukden als Hauptstadt der Mandschurei bekannt. Die Stadt hieß früher auch Shengjing (盛京) oder Fengtian (奉天). Gegründet wurde Mukden um 300 v. Chr. von Qin Kai, einem General des Staates Yan. Die Bedeutung der Stadt nahm erheblich zu, als Fürst Nurhaci sie im Jahr 1625 zur Hauptstadt des Mandschurischen Staates machte. Im selben Jahr wurde dort mit dem Bau eines mächtigen Palastes begonnen. Bis 1644 konnten die Herrscher der Mandschu ihren Einfluss weiter ausweiten, bis sie schließlich die Macht im Kaiserreich China übernahmen, indem sie das Haus der Ming stürzten. Sie verlegten daraufhin ihren Regierungssitz von Mukden nach Peking. Trotzdem behielt die Stadt auch in den kommenden Jahrhunderten eine herausragende Stellung. Sie war der Ort, in dem die nun herrschende Qing-Dynastie ihren Ursprung hatte, die bis zum Ende des Kaiserreichs China im Jahr 1911 regieren sollte.

Map of China, Liaoning highlighted © schwabenblitz - Fotolia.comWährend des Russisch-Japanischen Krieges gewannen die Japaner erheblichen Einfluss in der Mandschurei. Mukden wurde am 10. März 1905 nach wochenlangen erbitterten Kämpfen von japanischen Truppen eingenommen. Der Kampf um die Stadt entwickelte sich zur größten Schlacht dieses Krieges. Die Stadt begann sich in den folgenden Jahren über die Grenzen der alten Stadtmauer hinaus auszudehnen. Es entstanden zwei neue Bahnhöfe, die zu den wirtschaftlichen Drehscheiben von Mukden wurden. In den nördlichen und östlichen Vorstädten entstanden Fabriken, viele von ihnen dienten der Herstellung von Munition. Sie bildeten die Grundlage für die industrielle Entwicklung der Stadt. 1914 wurde der alte Name Shenyang wieder eingeführt, bis heute ist allerdings insbesondere in Europa Mukden geläufiger.
Am 18. September 1931 ereignete sich in der Nähe der Stadt ein Sprengstoffanschlag auf die Südmandschurische Eisenbahn, der sogenannte Mukden-Zwischenfall. Er war der Auslöser für die Mandschurei-Krise, in deren Folge die Japaner die Mandschurei besetzten. Sie gründeten Mandschukuo, einen Marionettenstaat Japans, der bis 1945 bestand. Mukden entwickelte sich in dieser Zeit zu einem Zentrum der Schwerindustrie.
Im August 1945 wurde die Stadt zunächst von sowjetischen Truppen besetzt. Amerikanische Hilfe ermöglichte es jedoch kurze Zeit später der Chinesischen Nationalpartei, der Kuomintang, die Kontrolle über Mukden zu übernehmen. Die Kommunisten, die bereits das ländlich geprägte Umland beherrschten, nahmen am 30. Oktober 1948 die Stadt schließlich ein.

Nach dem Ende des Bürgerkriegs konnte die Stadt ihre Stellung als ein wichtiger Industriestandort Chinas weiter ausbauen. Erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts kam diese stetige Entwicklung zu einem abrupten Ende. Einige der großen Fabriken von Mukden gingen bankrott und zahllose Arbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. In den letzten Jahren versucht die Regierung in Peking die gesamte Region durch gezielte Maßnahmen neu zu beleben. Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein augenscheinliches Beispiel hierfür.